Logopädie für Jugendliche

Mit zunehmendem Alter verändern sich die sprachlichen Anforderungen. Referate, Vorträge, Gespräche mit Gleichaltrigen, Schnupperlehren, Bewerbungen oder der Einstieg in eine Ausbildung stellen Jugendliche vor neue Herausforderungen. Schwierigkeiten beim Sprechen, bei der Aussprache, beim Stottern, beim Lesen oder Schreiben können in diesen Situationen besonders deutlich werden.

Logopädie unterstützt Jugendliche dabei, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Sicherheit in Situationen zu gewinnen, in denen Sprache eine wichtige Rolle spielt – beispielsweise bei Vorträgen, Gesprächen, Prüfungen oder Bewerbungen. Die Therapie orientiert sich an den persönlichen Zielen und Fragestellungen der Jugendlichen und berücksichtigt ihre aktuelle Situation.

Viele Jugendliche haben bereits im Kindesalter logopädische Unterstützung erhalten. Im Jugendalter können bestehende Themen oft aus einer neuen Perspektive betrachtet und weiterentwickelt werden. Jugendliche setzen sich zunehmend mit ihren eigenen Stärken und Schwierigkeiten auseinander und können aktiv an der Gestaltung der Therapie mitwirken. Dadurch ergeben sich häufig neue Möglichkeiten, bereits bekannte Themen gezielt weiterzubearbeiten.

Die Therapie wird gemeinsam mit den Jugendlichen geplant. Eigene Ziele, Interessen und Anliegen werden dabei bewusst einbezogen.

Sprache beeinflusst viele Bereiche des Alltags – von Gesprächen mit Freundinnen und Freunden bis hin zu schulischen und beruflichen Anforderungen.

„Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.“
Paul Claudel

Therapieansätze

  • individuelle Zielsetzung gemeinsam mit dem Jugendlichen
  • konkrete Übungen mit Bezug zum Alltag des Jugendlichen
  • regelmässige Überprüfung und Anpassung der Therapieziele
  • Einbezug von Eltern, Schule und weiteren Fachpersonen bei Bedarf
  • Zusammenarbeit auf Augenhöhe und Orientierung an den persönlichen Zielen des Jugendlichen

Inhalte

  • Aussprache und Lautbildung
  • Stottern und andere Redeflussstörungen
  • Stimme und Atmung
  • Mundmotorik und myofunktionelle Auffälligkeiten
  • Wortschatz, Erzählen und Gesprächsführung
  • Lesen und Schreiben
  • Präsentationen, Vorträge und mündliche Prüfungen
  • Kommunikation in sozialen Situationen
  • Vorbereitung auf Schnupperlehren, Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche